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Der „Wilde Westen fängt gleich hinter der Taucherkurve“ an

11.08.2018

Für ein paar Tage stimmte die leicht abgewandelte Textzeile einer bekannten Country Band, denn in den letzten 14 Tagen hatten die Hobbyisten, wie sie sich nennen, ihr Lager in Blechhammer auf dem Campingplatz „Lutter“ aufgeschlagen. Mit dem Organisator dieses „Lagers“ Heinz Wittemer aus Unterscheidheim-Zöbingen war auch der einzige außerhalb der USA vereidigte Tombstone-Marshall, den Stern hat er sich 2001 in Tombstone/USA persönlich abgeholt, mit dabei Kleidung aus feinem Rindsleder, Kopfschmuck aus Adler- Eulen und Krähenfedern, Lederhosen, Leinenhemd und Lederjacke, Mokassins alles wird von Hand gefertigt und selbst gemacht.
 

Das ist bei allen "Hobbyisten", wie sie sich nennen, so. Susanne und Heinz Wittemer, seit 30 Jahren Dauercamper in Blechhammer, leben,wie ihre Brüder und Schwestern (im Geiste), für ihre Leidenschaft. Sie sind heute im Festtagsgewand gekommen, er als echter Tombstone Marschall und sie als brave Trapperfrau mit Strohhut. „Da geht die ganze Freizeit drauf", erzählt Heinz Wittemer. Das eigene Zelt ist immer dabei, ebenso Schlafgelegenheit, Geschirr- und Gewürzkisten, denn gekocht wird selbst, auf dem Holzkohleofen.
 

An den abendlichen Runden am Lagerfeuer im Rahmen des „Lagers“ beteiligen sich „Camper“ und weitere Besucher. Etwas Besonderes ist es schon, wenn der Schamane Matoteheka (Bär, der wütet) seinen Singsang zur Reinigungszeremonie beginnt, dann wird es still in der Runde. Der Schamane trägt mit Räucherware (Salbei, und Süßkraut) zur Reinigung und Öffnung zur geistigen Welt bei. Matoteheka betreibt dieses Hobby schon seit über 50 Jahren. Anschließend wird „palavert“, es werden neue Freundschaften geschlossen und die Hoffnung auf eine Wiederholung immer wieder zum Ausdruck gebracht.