Flusslandschaften

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Regental (bei Marienthal)

Der Weg des Regen führt durch eine uralte Kulturlandschaft, bis er in Regensburg in die Donau mündet. Seit Jahrhunderten gilt der Fluss bei Schriftstellern und Romantikern als ein "schwarzes, langsam strömendes Wasser von sanft-schwermütiger Art". Im Bereich Marienthal hat er noch einen sehr natürlichen Verlauf mit großen Granit-Blocksteinen im Flussbett. Für Wanderungen mit dem Paddelboot gibt es hier angewiesene Stationen. Auch der Regental-Radweg von Regensburg bis in den Hinteren Bayerischen Wald führt durch dieses Gebiet.

 

 

Schwarzachtal

Die Schwarzach entspringt am Westhang des niederschlagsreichen Böhmerwaldes. Durch vielgestaltige Tallandschaften schlängelt sich der Fluss über Waldmünchen und Neunburg vorm Wald bis Schwarzenfeld, ehe die Schwarzach in die Naab mündet.

 

 

Sulzbachtal

Das Sulzbachtal hat viele Besonderheiten zu bieten. Der Sulzbach hält durch das hochanstehende Grundwasser den Talraum teilweise feucht. Hier wechseln Hochstauden, Nasswiesen, Seggenrieder, Röhrichte, Wasserpflanzen und Feuchtgebüsche einander ab und ergeben artenreiche Feuchtkomplexe. Die räumlich sehr nah gelegenen, trockenen und mageren Sande im Kiefernwald und Magerrasen sorgen hier für Kontrast und erweitern das Angebot an sehr unterschiedlichen Lebensräumen. 1996 wurde das Sulzbachtal als geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen.

 

 

Murnthal

Urtümlich fließt die Schwarzach durch das enge Murnthal mit seinen hohen, bewaldeten Steilhängen. In dem Durchbruchstal fallen stellenweise steile Granitwände ins Tal ab, wo der Fluss immer wieder zu kleinen Seen aufgestaut ist. Aus dem Wasser ragen abgeschliffene Granitblöcke. Sie zeugen von der Urgewalt des Flusses. Das Ufer säumen Erlen- und Weidengehölze, die von Röhricht und üppig weiß blühenden Mädesüßfluren begleitet werden. Vor Kröblitz dehnt sich das Tal, so dass die Schwarzach weite Mäanderschlingen bilden kann. Der dichte Gehölzsaum aus Erlen hebt sich markant von den ausgedehnten Auenwiesen ab.

 

 

Naabtal

Nach der Mündung der Haidenaab in die Waldnaab bei Oberwildenau durchfließt die Naab das Naabgebirge bei Nabburg und durchquert die Freihöls-Bodenwöhrer Senke und Schwandorfer Bucht bei Schwarzenfeld und Schwandorf. Bei Burglengenfeld schließlich hat sich die Naab in die Südostausläufer der Fränkischen Alb eingeschnitten. Der Übertritt in einen neuen Naturraum hat oft auch den Wechsel der Talform zur Folge. Während im Grundgebirge und im Jura enge Durchbruchstäler vorherrschen, mäandriert die Naab im Oberpfälzer Bruchschollenland mit seinem großen, sedimenterfüllten Becken in großen Bögen und hat eine breite Aue geschaffen. Der Naabtal-Radweg folgt dem Verlauf der Naab.